# Spielgeräte in der Kita: Kontrolle, Verantwortung und das Regelwerk der Unfallversicherung

> **Kurze Antwort:** Ein Kita-Außengelände wird von denselben Kindern jeden Tag und bei jedem Wetter genutzt. Das rückt die Intervalle zusammen: Sichtkontrolle täglich bis wöchentlich, Funktionskontrolle näher an einem Monat als an drei, jährliche Hauptinspektion alle zwölf Monate. Für Kitas kommt das Regelwerk der gesetzlichen Unfallversicherung hinzu — die DGUV Vorschrift 82 ist nach § 15 SGB VII bindendes autonomes Recht für die versicherten Einrichtungen. Die Verantwortung liegt beim Träger, auch wenn das Personal die Rundgänge macht.

Kategorie: Verantwortung und Regeln · Veröffentlicht: 2026-08-04 · Aktualisiert: 2026-08-04 · Autor: Lekko-Redaktion (Lekko) · Kanonische Adresse: https://lekko.tech/de/blog/aussengelaende-der-kita-kontrolle-und-verantwortung

Kein Spielplatz wird so hart genutzt wie das Außengelände einer Kindertageseinrichtung. Dieselben Kinder, jeden Tag, bei jedem Wetter, das ganze Jahr — und anders als in einem Wohnhof sind Erwachsene dabei, die das Gelände jeden Vormittag sehen. Beides zählt: Der Verschleiß ist größer, aber die Chance, ihn rechtzeitig zu bemerken, ist besser als an jedem anderen Ort.

## Wer ist Träger, und wer geht den Rundgang?

Die beiden Fragen haben oft verschiedene Antworten, und genau dort entsteht das Durcheinander. Die Geräte gehören der Kommune, dem Träger eines freien Verbandes, einer Kirchengemeinde oder dem Eigentümer des Gebäudes. Den Rundgang macht das pädagogische Personal. Die Verantwortung für die Sicherheit der Geräte folgt dem Eigentum — und wer das Gelände jeden Tag sieht, ist eine Erzieherin.

Das funktioniert gut, solange eine Sache aufgeschrieben ist: wer einen Mangel entgegennimmt und wer entscheidet, dass er behoben wird. Wer eine gerissene Schaukelkette entdeckt, muss wissen, wohin die Meldung geht und wer antwortet. Ohne dieses Glied wird aus einem Befund ein Gespräch im Personalzimmer statt einer Behebung mit Datum.

**Drei Dinge, die schriftlich stehen sollten**

- **Wem die Geräte gehören** — der Kommune, dem Träger oder dem Eigentümer der Immobilie.
- **Wer den Rundgang macht und wie oft** — mit Namen und Intervall, nicht „das Personal, wenn Zeit ist“.
- **Wohin ein Mangel geht und wer entscheidet** — ein Name und ein Weg, für kritische Mängel gern mit einer Zeitgrenze.

## Das Regelwerk der Unfallversicherung: drei Ebenen, die nicht dasselbe sind

Hier unterscheidet sich Deutschland am stärksten von seinen Nachbarn: Träger von Kitas und Schulen sind bei einer Unfallkasse versichert, und diese Versicherungsträger geben eigene Regelwerke heraus und beraten die Einrichtungen. Die drei Ebenen tragen ähnliche Namen und haben verschiedenes Gewicht — sie auseinanderzuhalten ist der halbe Nutzen dieses Abschnitts.

**Die drei Ebenen**

| Ebene | Beispiel | Gewicht |
| --- | --- | --- |
| DGUV Vorschrift | DGUV Vorschrift 82 „Kindertageseinrichtungen“ | Bindend: autonomes Satzungsrecht auf Grundlage von § 15 SGB VII, für die versicherten Einrichtungen |
| DGUV Regel | DGUV Regel 102-602 „Branche Kindertageseinrichtung“ | Nicht bindend: konkretisiert die Schutzziele und beschreibt gute Praxis |
| DGUV Information | DGUV Information 202-022 „Außenspielflächen und Spielplatzgeräte“ | Nicht bindend: Empfehlungen zur Gestaltung, früher unter der Nummer GUV-SI 8017 |

Die bindende Ebene ist knapp und deutlich. § 28 der DGUV Vorschrift 82 verlangt, dass Spielplatzgeräte „sicher gestaltet, aufgestellt, geprüft und gewartet“ sind, und er gilt auch für Gegenstände, die auf Spielflächen aufgestellt und zum Klettern und Spielen genutzt werden. Die DGUV Regel 102-602 verweist für den Stand der Technik auf DIN EN 1176. Was dort steht, steht dort — und was für Ihre Einrichtung konkret gilt, sagt Ihnen Ihre Unfallkasse.

## Betriebserlaubnis und der Besuch des Landesjugendamts

Die Betriebserlaubnis für eine Kita erteilt das Landesjugendamt nach § 45 SGB VIII, wenn das Wohl der Kinder in der Einrichtung gewährleistet ist. Es kann sich die Einrichtung auch später vor Ort ansehen, jederzeit und unangemeldet, und der Träger muss dabei mitwirken und die nötigen Unterlagen vorlegen. Für das Außengelände heißt das nichts Aufregendes und eine Sache sehr genau: Die Unterlagen müssen auffindbar sein, ohne dass jemand suchen muss.

Wie groß das Außengelände mindestens sein muss, steht im Landesrecht und unterscheidet sich von Land zu Land: Manche Länder nennen eine Fläche pro Platz, andere überlassen die Frage den Kommunen. Was für Ihre Einrichtung gilt, ist eine Frage an das zuständige Landesjugendamt — und die Antwort gehört zu den Unterlagen des Geländes.

## Intervalle auf einem Gelände, das täglich genutzt wird

DIN EN 1176-7 leitet die Intervalle aus der Nutzung ab, und ein Kita-Gelände liegt am oberen Ende der Skala. Das spricht für eine tägliche Sichtkontrolle und eine Funktionskontrolle näher an einem Monat als an drei. Wird das Gelände außerdem außerhalb der Öffnungszeiten von der Nachbarschaft genutzt, gehört das in die Einschätzung — dann ist die Nutzung größer als das, was das Personal sieht.

**Ein vernünftiger Ausgangspunkt für eine Kita**

| Stufe | Intervall | Wer |
| --- | --- | --- |
| Sichtkontrolle | Täglich bis wöchentlich | Das Personal |
| Funktionskontrolle | Alle ein bis zwei Monate | Hausmeisterdienst oder Fachbetrieb |
| Jährliche Hauptinspektion | Alle zwölf Monate | Externe Fachkraft |

Die tägliche Variante muss kein formeller Rundgang sein. Ein paar Minuten, bevor die Kinder herauskommen — ein Blick über die Fläche nach Glasscherben, Müll und Tierkot, ein kurzer Blick auf Schaukeln und Rutsche, eine Hand am Tor — deckt das ab, wofür die Sichtkontrolle da ist. Was den Rundgang zur Dokumentation macht, ist, dass er erfasst wird, nicht, dass er lange dauert.

## Was auf einem Kita-Gelände besonders zählt

- **Kordeln und Bänder.** Kapuzen mit Kordeln, Halsketten und lange Handschuhbänder bleiben an Geräten hängen. Das ist das Risiko, das die schwerste Folge mit der geringsten Sichtbarkeit verbindet.
- **Fangstellen für Kopf und Hals.** Öffnungen im kritischen Bereich — etwa 8 bis 25 cm — sind genau für die Kleinsten gefährlich. Sehen Sie sie besonders dort an, wo etwas umgebaut oder repariert wurde.
- **Altersspanne.** Geräte, die für die größeren Kinder gedacht sind, werden von den unter Dreijährigen benutzt, sobald beide auf derselben Fläche sind.
- **Selbst gebaute Ergänzungen.** Paletten, Hütten und Reifen, die Personal oder Eltern gebaut haben, sind Spielgeräte im Sinne der Norm und werden auch so kontrolliert.
- **Winter.** Schnee hebt das Gelände an und senkt die freie Fallhöhe, aber Eis darunter nimmt die Dämpfung weg. Die Dicke des Fallschutzbodens wird gemessen, wenn der Schnee weg ist — durch den Schnee lässt sie sich nicht beurteilen.

## Der Weg vom Mangel zur Behebung

Das schwächste Glied ist in einer Einrichtung selten der Rundgang selbst. Es ist die Strecke von einem Befund zu einer Behebung, weil sie meist eine Grenze überschreitet: Das Personal findet den Mangel, aber das Geld hat die Kommune, das Gebäudemanagement oder der Träger.

Deshalb sollte dieser Weg vorher verabredet sein und nicht unterwegs gefunden werden. Ein kritischer Mangel darf nicht auf eine Haushaltssitzung warten, während das Gerät benutzt wird. Absperren zuerst, bezahlen danach — und ein weitergemeldeter Mangel bleibt in der Verantwortung der Einrichtung, ihn im Blick zu behalten, bis er abgeschlossen ist.

> Eine Absperrung auf einem Kita-Gelände muss körperlich wirken. Kinder respektieren kein Flatterband, und das Personal kann nicht die ganze Freispielzeit ein einzelnes Gerät im Auge behalten. Ist der Mangel kritisch, muss das Gerät unbenutzbar gemacht oder entfernt werden.

## Dokumentation, die einen Personalwechsel übersteht

Eine Einrichtung hat hier einen Vorteil: Die Routine existiert schon. Was fehlt, sind selten die Rundgänge, sondern die Spur davon. Ein Eintrag pro Rundgang mit Datum, Namen und Befund macht aus einer Gewohnheit eine Dokumentation — und macht die Frage beantwortbar, wann das Gelände zuletzt kontrolliert wurde, ohne dass jemand herumfragen muss.

Personalwechsel ist das stärkste Argument dafür, es aufzuschreiben. Das Wissen, dass „die Schaukel im Frühjahr angesehen werden muss“, ist echt und wertvoll, und es verschwindet an dem Tag, an dem die Person aufhört, wenn es nur in einem Kopf existiert. Siehe [was in die Unterlagen gehört](https://lekko.tech/de/blog/spielplatzkontrolle-dokumentieren-was-in-die-unterlagen-gehoert).

## Fragen und Antworten

### Darf eine Erzieherin die Sichtkontrolle machen?

DIN EN 1176-7 knüpft die Sichtkontrolle nicht an eine Qualifikation, sondern an eine Einweisung und eine Checkliste — sie ist gerade für die gedacht, die den Ort täglich betreuen. Was Ihre Unfallkasse dazu erwartet, sagt Ihnen Ihre Unfallkasse. Die jährliche Hauptinspektion ist die Stufe, die üblicherweise eine externe Fachkraft übernimmt.

### Wie oft muss das Außengelände einer Kita kontrolliert werden?

Eine tägliche bis wöchentliche Sichtkontrolle ist der natürliche Ausgangspunkt, weil die Nutzung hoch ist und das Personal jeden Tag draußen ist. Die Funktionskontrolle liegt näher an einem Monat als an drei, die jährliche Hauptinspektion alle zwölf Monate. Die Intervalle folgen der Nutzung, und ein Kita-Gelände liegt am harten Ende.

### Was machen wir mit Geräten, die Eltern gebaut haben?

Behandeln Sie sie als Spielgeräte, denn das sind sie. Für sie gelten dieselben Überlegungen zu freier Fallhöhe, Fallraum und Fangstellen wie für ein gekauftes Gerät. Lassen sie sich nicht an DIN EN 1176 messen, ist das ein guter Grund, sie umzubauen oder zu entfernen.

### Wer bezahlt die Behebung?

Wem die Geräte gehören — oft die Kommune, der Träger oder der Eigentümer der Immobilie, und nicht das Budget der Einrichtung. Genau deshalb sollte der Weg von einem Befund zu einer Entscheidung vorher aufgeschrieben sein: Ein kritischer Mangel darf nicht in einer Budgetfrage hängen bleiben, während das Gerät benutzt wird.

### Wie halten wir es mit Schnee und Eis?

Notieren Sie in der Dokumentation, dass der Boden nicht beurteilt werden konnte, und messen Sie die Dicke, wenn der Schnee weg ist. Zu Eis verdichteter Schnee unter einem Gerät ist ein Risiko für sich: Er hebt die Oberfläche an und dämpft nicht. Im Winter verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf glatte Flächen, Eiszapfen und darauf, dass der Fallraum frei von zusammengeschobenen Schneehaufen bleibt.

## Quellen

- [DGUV Vorschrift 82 Unfallverhütungsvorschrift Kindertageseinrichtungen (DGUV)](https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1547)
- [DGUV Regel 102-602 Branche Kindertageseinrichtung (DGUV)](https://publikationen.dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbereich/bildungseinrichtungen/kindertageseinrichtungen-und-kindertagespflege/3604/branche-kindertageseinrichtung)
- [DGUV Information 202-022 Außenspielflächen und Spielplatzgeräte (DGUV)](https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/1383/aussenspielflaechen-und-spielplatzgeraete)
- [§ 15 SGB VII Unfallverhütungsvorschriften (Sozialgesetzbuch VII)](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__15.html)
- [§ 45 SGB VIII Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung (Sozialgesetzbuch VIII)](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__45.html)
- [DIN EN 1176-7 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 7: Anleitung für Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb (DIN Media)](https://www.dinmedia.de/de/norm/din-en-1176-7/315348763)
- [DIN EN 1176-1 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren (DIN Media)](https://www.dinmedia.de/de/norm/din-en-1176-1/373506855)

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