Das System verstehen
Die drei Kontrollstufen nach DIN EN 1176-7
Sichtkontrolle, Funktionskontrolle und jährliche Hauptinspektion – was sie abdecken, wie oft sie fällig sind, und wer sie machen darf.
Aktualisiert
Kurze Antwort
DIN EN 1176-7 beschreibt drei Stufen: die visuelle Routine-Inspektion, in der Regel wöchentlich und bei starker Nutzung oder Vandalismus täglich, die operative Inspektion im Abstand von einem bis drei Monaten, und die jährliche Hauptinspektion mindestens alle zwölf Monate. Die ersten beiden machen Sie mit eingewiesenem Personal selbst; die dritte wird üblicherweise extern eingekauft.
So machen Sie es in Lekko
Die Kontrolle ist in drei Stufen geteilt, so wie DIN EN 1176-7 sie beschreibt. Jede Stufe hat ihre eigene Checkliste und ihr eigenes Intervall. Die Norm nennt die Stufen „visuelle Routine-Inspektion“, „operative Inspektion“ und „jährliche Hauptinspektion“; in der App heißen sie Sichtkontrolle, Funktionskontrolle und Jährliche Hauptinspektion. Es sind dieselben drei Dinge, in zwei Vokabularen – wenn Ihnen eine Fachkraft von außen die Begriffe der Norm nennt, meint sie diese Stufen.
Sichtkontrolle
Die häufige Runde, bei der Sie nach offensichtlichen Gefahren sehen: Beschädigungen, lose Teile, Vandalismus, Glasscherben und andere Fremdkörper sowie der Zustand des Fallschutzbodens. Diese Stufe machen Sie selbst, mit eingewiesenem eigenem Personal – Hausmeisterdienst, Bauhof, Erzieherinnen und Erzieher oder ein Eigentümer selbst. Wie oft sie nötig ist, hängt von der Nutzung ab: auf einem stark genutzten Spielplatz kann das täglich sein.
Funktionskontrolle
Die gründlichere Runde in größeren Abständen – DIN EN 1176-7 nennt dafür einen Abstand von einem bis drei Monaten. Hier sehen Sie genauer hin: Verschleiß an Lagern, Ketten und Seilen, Festsitz der Verbindungen, Tiefe und Verteilung des Fallschutzes im Fallraum und die Standsicherheit des Spielgeräts. Auch diese Stufe machen Sie selbst.
Jährliche Hauptinspektion
Die gründliche Inspektion in einem Abstand von höchstens zwölf Monaten, die üblicherweise eine externe Fachkraft durchführt – eine sachkundige Person von außerhalb Ihrer Organisation. Sie betrachtet das Sicherheitsniveau und die Konstruktion des ganzen Spielgeräts, Fundamente und tragende Teile eingeschlossen. Diese Inspektion führt Lekko nicht durch und ersetzt sie nicht. Die App erinnert daran, dass sie fällig wird, lässt Sie die Ergebnisse erfassen und den Inspektionsbericht hochladen – der wird bei allen Spielgeräten gespeichert, die dabei waren.
Die Aufteilung ist gleichzeitig die Antwort auf die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird: was können wir selbst machen, und was kommt von außen? Stufe 1 und Stufe 2 gehören zu Ihrem eigenen Betrieb – dafür ist diese App gebaut. Stufe 3 kaufen Sie ein, und die App ist dann die Stelle, an der der Bericht liegt und die Funde weiterverfolgt werden.
Die Häufigkeit richtet sich nach der Nutzung. Spielgeräte, die viel benutzt werden, exponiert stehen oder von Vandalismus betroffen sind, brauchen kürzere Abstände als Geräte mit geringer Belastung. Ein Hof mit zwei Geräten und der Spielplatz an einer Grundschule sind nicht derselbe Fall.
Hintergrund
Warum es drei Stufen sind und nicht eine
Das häufigste Missverständnis ist, die drei Stufen seien dieselbe Kontrolle, mehr oder weniger gründlich ausgeführt. Sie stellen verschiedene Fragen, und deshalb kann keine die anderen ersetzen: Verschleiß baut sich über Monate auf, die Glasscherbe ist gestern dorthin gekommen.
Genau hier gehen die meisten falsch. Sie kaufen eine jährliche Hauptinspektion, bekommen einen Bericht in die Hand und halten den Spielplatz für abgedeckt. Er ist nicht abgedeckt. Die Hauptinspektion ist eine von drei Stufen – und die, die am wenigsten von dem findet, was Kindern im Laufe des Jahres tatsächlich passiert: eine Glasscherbe, eine lose Schraube, eine Schaukel ohne Sitz.
| Stufe | Wie oft | Was sie beantwortet | Wer |
|---|---|---|---|
| Sichtkontrolle (in der Norm: visuelle Routine-Inspektion) | In der Regel wöchentlich – täglich bei starker Nutzung oder Vandalismus | Ist gerade jetzt etwas offensichtlich nicht in Ordnung? Vandalismus, Glasscherben, lose oder fehlende Teile | Wer das Gelände betreut. Keine fachliche Vorbildung nötig, aber eine Einweisung, worauf zu achten ist |
| Funktionskontrolle (in der Norm: operative Inspektion) | Alle ein bis drei Monate | Funktionieren die Geräte über die Zeit? Verschleiß an Lagern, Ketten und Seilen, Befestigungen, Standsicherheit, Tiefe des Fallschutzbodens | Wer das Gelände betreut, eingewiesen – oder Hausmeister und Bauhof |
| Jährliche Hauptinspektion | Mindestens alle zwölf Monate | Ist das Sicherheitsniveau insgesamt intakt? Konstruktion, tragende Teile, Fundamente | Eine dafür qualifizierte, unabhängige externe Fachkraft – üblicherweise eingekauft |
Der Markt benutzt für dieselben drei Stufen beide Wortpaare: die Norm sagt visuelle Routine-Inspektion und operative Inspektion, die Branche sagt Sichtkontrolle und Funktionskontrolle. Begegnen Ihnen beide in einem Angebot oder in einem Bericht, ist das keine vierte Stufe – es sind die gleichen drei unter anderen Namen.
Was die Stufen in der Praxis unterscheidet
Die Sichtkontrolle ist ein Rundgang, keine Untersuchung. Sie sehen, was sich seit dem letzten Mal verändert hat: ist etwas kaputt, lose, weg oder verschmutzt? Kein Werkzeug, drei bis fünf Minuten.
Die Funktionskontrolle braucht Handschuhe, einen Maulschlüssel und einen Messstab. Sie rütteln am Gerüst, um zu spüren, ob es fest steht. Sie sehen nach freigelegten Fundamenten, Rost am Metall, Fäule im Holz dort, wo es die Erde berührt, und sprödem Kunststoff. Sie ziehen Verbindungen nach. Und Sie messen die Tiefe des Fallschutzbodens dort, wo am meisten gelandet wird – nicht am Rand.
Die jährliche Hauptinspektion geht tiefer, als Sie selbst können: Konstruktion, tragende Teile, Fundamente, die freigelegt werden müssen, Korrosion unter der Erdoberfläche. Sie hat außerdem eine Funktion, die leicht übersehen wird – sie ist eine Probe darauf, ob Ihr eigener Ablauf funktioniert. Die externe Fachkraft sieht, ob die Mängel vom letzten Mal geschlossen sind.
Die Angaben des Herstellers für das einzelne Spielgerät können strenger sein als die allgemeinen Intervalle. Gibt es sie, gelten sie.
Lekko baut auf DIN EN 1176 und DIN EN 1177 auf. Das Werkzeug hält fest, dass die Spielgeräte nach der Norm kontrolliert wurden – ob und wodurch die Norm für genau Ihren Spielplatz verbindlich ist, dazu nimmt es keine Stellung.
Fragen und Antworten
Wie oft muss ein Spielplatz kontrolliert werden?
DIN EN 1176-7 beschreibt drei Stufen: eine Sichtkontrolle, in der Regel wöchentlich und bei starker Nutzung oder Vandalismus täglich, eine Funktionskontrolle alle ein bis drei Monate oder nach den Angaben des Herstellers, und eine jährliche Hauptinspektion mindestens alle zwölf Monate. Die Häufigkeit ist daran anzupassen, wie stark der Platz genutzt wird.
Dürfen wir die Kontrollen selbst machen?
Sichtkontrolle und Funktionskontrolle sind dafür gedacht, von den Leuten gemacht zu werden, die das Gelände betreuen – vorausgesetzt, die Person weiß, worauf zu achten ist, und das Ergebnis wird dokumentiert. Die jährliche Hauptinspektion setzt eine fachlich qualifizierte, unabhängige Beurteilung voraus und wird üblicherweise extern eingekauft.
Was ist der Unterschied zwischen Funktionskontrolle und Hauptinspektion?
Die Funktionskontrolle ist der gründlichere Betriebsdurchgang über Funktion, Standsicherheit, Verschleiß und Fallschutz, den Sie selbst alle ein bis drei Monate machen können. Die Hauptinspektion ist der jährliche vollständige Durchgang über Konstruktion, tragende Teile und Fundamente, und sie wird von einer dafür qualifizierten externen Fachkraft durchgeführt.
Muss im Winter kontrolliert werden?
Ja, aber der Inhalt verschiebt sich. Eis im Fallraum senkt die Dämpfung merklich, Frost macht Kunststoff spröde, und Schnee verdeckt sowohl Schäden als auch Fremdkörper. Ist ein Gerät für die Saison gesperrt, muss die Absperrung die Nutzung tatsächlich verhindern – und angesehen werden muss das Gerät weiter, solange es dort steht.
Quellen
- DIN EN 1176-7 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 7: Anleitung für Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb (DIN Media)
- DIN EN 1176-1 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren (DIN Media)
Dieser Artikel stellt die Anforderungen praxisnah dar. Er gibt die Normen DIN EN 1176 und DIN EN 1177 nicht wieder und ersetzt nicht die jährliche Hauptinspektion durch eine externe Fachkraft. Wenn Sie unsicher sind, was für Ihren Spielplatz gilt, fragen Sie eine sachkundige Person.
Schluss mit dem Papierkram. Lekko denkt daran.
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