Erste Schritte
Bereiche und ihre Kontrollintervalle
Warum sich das Aufteilen des Außengeländes lohnt, wie die Nutzung das Intervall steuert, und warum ein Fallraum etwas anderes ist als ein Bereich.
Aktualisiert
Kurze Antwort
Bereiche geben Überblick, wenn viele Spielgeräte auf einem Gelände stehen – sie haben aber auch eine fachliche Seite: wie oft ein Bereich angesehen wird, hängt davon ab, wie stark er genutzt wird. Eine stark genutzte Ecke am Eingang braucht unter Umständen den täglichen Blick, ein wenig genutzter Bereich kommt mit seltenerem Rundgang aus.
So machen Sie es in Lekko
Ein Bereich ist eine freiwillige Gliederung – meist ein Teil des Außengeländes, ein Innenhof oder eine Gruppe. Sie müssen keine Bereiche verwenden, aber sie schaffen Übersicht, sobald Sie viele Spielgeräte haben: die Liste wird nach Bereich gruppiert, und Sie können einen ganzen Bereich auf einmal auswählen, wenn Sie eine Kontrolle starten oder eine Vorlage anlegen.
- 1Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zu den Angaben Ihrer Organisation.
- 2Tragen Sie den Namen des Bereichs bei den Bereichen ein und fügen Sie ihn hinzu.
- 3Beim Anlegen oder Ändern eines Spielgeräts wählen Sie den Bereich beim Standort aus.
Löschen Sie einen Bereich, bleiben die Spielgeräte erhalten – sie verlieren nur die Zuordnung und werden danach ohne Bereich geführt.
Für eine Kommune oder eine Hausverwaltung mit mehreren Anlagen sind die Bereiche die Ebene, auf der sich der Tag planen lässt: eine Adresse, ein Bereich, eine Runde. Für einen einzelnen Hof mit vier Geräten brauchen Sie sie nicht.
Hintergrund
Die Nutzung steuert das Intervall
DIN EN 1176-7 baut darauf, dass die Häufigkeit der Sichtkontrolle an die Nutzung angepasst wird: bei intensiver Nutzung oder bei Vandalismus kann ein täglicher Rundgang nötig sein. Das ist keine Einladung, weniger zu tun – es ist die Anforderung, nachzudenken. Zwei Bereiche auf demselben Gelände können völlig unterschiedlichen Bedarf haben:
| Bereich | Typischer Bedarf | Warum |
|---|---|---|
| Am Eingang oder im Schulhof | Täglich | Höchste Nutzung, am meisten Vandalismus und Abfall |
| Der Bereich für die Jüngsten | Täglich bis wöchentlich | Die jüngsten Nutzer, mit dem geringsten eigenen Gefahrenverständnis |
| Hinter dem Gebäude oder am Rand des Grundstücks | Wöchentlich | Weniger Nutzung, aber schlechtere Einsicht – Vandalismus wird später entdeckt |
| Fläche, die über den Winter geschlossen ist | Beim Schließen und beim Öffnen, danach wie üblich | Frostschäden und Setzungen zeigen sich erst, wenn die Fläche wieder genutzt wird |
Was zählt, wenn jemand fragt, ist nicht die Zahl, sondern die Begründung. Können Sie erklären, warum ein Bereich seltener angesehen wird als ein anderer, und steht das aufgeschrieben, stehen Sie gut da. Ohne Begründung ist seltener eben nur seltener.
Fallraum und Aufprallfläche sind keine Bereiche
Eine häufige Verwechslung ist die Aufteilung in Bereiche und der Fallraum um das einzelne Gerät. Die Norm unterscheidet dabei zwei Dinge, und das Werkzeug hält die Unterscheidung: der Fallraum ist der Raum, den ein fallendes Kind durchqueren kann, die Aufprallfläche ist die Fläche, auf der es landet. Die Faustregel aus DIN EN 1176-1 für die Ausdehnung: zwei Drittel der freien Fallhöhe plus 50 cm, nie unter 1,5 Meter.
Fallräume dürfen sich überschneiden, aber die äußeren Kanten sind die Anforderung. Stehen zwei Geräte so nah, dass ein Kind, das das eine verlässt, das andere treffen kann, ist das ein Mangel – unabhängig davon, wie die Bereiche im System aufgeteilt sind.
Praktische Aufteilung
- Teilen Sie nach dem Weg auf, den der Rundgang tatsächlich geht – nicht nach dem Organigramm. Die Bereiche sollen eine feste Route möglich machen, bei der keine Ecke übersprungen wird.
- Nehmen Sie Namen, die eine Vertretung versteht: „Hinter der Hecke“ und „Am Sandkasten“ schlagen „Zone 3“.
- Haben Sie mehrere Adressen, sollte jede ein eigener Bereich sein. Das macht den Bericht für den lesbar, der fragt.
- Für Kommunen und Portfolios: die Bereiche sind die Ebene, auf der ein Spielplatzkataster über mehrere Standorte hinweg auswertbar wird – wie viele Geräte, wie viele offene Mängel, welcher Standort ist überfällig.
Für die Planung neuer Flächen gibt es in Deutschland eine eigene Norm, die es in den nordischen Ländern nicht gibt: DIN 18034 behandelt Spielplätze und Freiräume zum Spielen und damit Lage, Größe und Zuschnitt. Sie beschreibt nicht die Kontrolle, aber sie ist der Grund, aus dem manche Bereiche von Anfang an leichter zu überblicken sind als andere.
Lekko baut auf DIN EN 1176 und DIN EN 1177 auf. Das Werkzeug hält fest, dass die Spielgeräte nach der Norm kontrolliert wurden – ob und wodurch die Norm für genau Ihren Spielplatz verbindlich ist, dazu nimmt es keine Stellung.
Fragen und Antworten
Müssen wir Bereiche verwenden?
Nein, das ist eine freiwillige Gruppierung. Bei einer Handvoll Spielgeräte sind Bereiche überwiegend Aufwand; bei zwanzig Geräten auf vier Höfen sind sie der Unterschied zwischen einem planbaren Rundgang und einer Liste, in der man scrollt.
Können verschiedene Bereiche verschiedene Intervalle haben?
Fachlich sollte die Häufigkeit der Nutzung folgen, und ein stark genutzter Bereich kann häufigere Rundgänge brauchen als ein wenig genutzter. Achten Sie darauf, dass die Begründung aufgeschrieben ist, damit der Unterschied eine Entscheidung ist und kein Zufall.
Wie groß muss der Abstand zwischen zwei Spielgeräten sein?
Er folgt aus den Fallräumen. Der Fallraum wird üblicherweise mit zwei Drittel der freien Fallhöhe plus 50 cm gerechnet und nie unter 1,5 Meter. Geräte mit erzwungener Bewegung – Schaukeln, Karussells, Seilbahnen – haben größere Fallräume, weil das Kind das Gerät in Fahrt verlässt.
Quellen
- DIN EN 1176-1 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren (DIN Media)
- DIN EN 1176-7 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 7: Anleitung für Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb (DIN Media)
- DIN 18034-1 Spielplätze und Freiräume zum Spielen – Teil 1: Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb (DIN Media)
Dieser Artikel stellt die Anforderungen praxisnah dar. Er gibt die Normen DIN EN 1176 und DIN EN 1177 nicht wieder und ersetzt nicht die jährliche Hauptinspektion durch eine externe Fachkraft. Wenn Sie unsicher sind, was für Ihren Spielplatz gilt, fragen Sie eine sachkundige Person.
Schluss mit dem Papierkram. Lekko denkt daran.
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